Haus voll Musik

Ein Wanderkonzert der Musikschule Floridsdorf

„Herzlich willkommen! In uns‘rer Schule! Schön, euch hier zu seh‘n!“ Beeindruckt von den Stimmen aller 187 Musiker*innen wandern Blicke und staunende Münder des Publikums hinauf zur Galerie im 1. Stock des Gartens der Bildungseinrichtung „Willi Resetarits“. Somit wird der Titel „Haus voll Musik“ gleich zu Beginn des Wanderkonzertes der Musikschule Floridsdorf im wahrsten Sinne des Wortes Realität: das Haus erklingt an diesem Freitag, 24.05.2026, in voller Pracht. Schüler*innen und Lehrende aller Alters- und Könnensstufen der MS 21 musizieren gemeinsam auf mehreren Bühnen in verschiedensten Bildungsbereichen der Hinaysgasse 1. 

Die Zuhörenden wandern moderiert geführt vom Garten in die Aula, wo sich der Vorhang sprichwörtlich öffnet (B. Ertl: Vorhang auf!). Anschließend erkundet man einen Zwiefachen im Mufo des Kindergartens (Trad. aus Bayern: Zwieflsuppn). Romantisches aus der Feder Bartóks und Tschaikowskys wird in unterschiedlichen Sälen der Musikschule genossen (Abend auf dem Lande & Italienisches Liedchen). Die Adresse der neuen Wirkungsstätte inspirierte den Kollegen Paul Müller zu seiner Komposition Hinaysgassen-Blues, die nun in einem Pausenraum der Mittelschule zu ihrer Uraufführung findet. Das Ensemble buchstabiert die neue Anschrift auf musikalische Art: H(in)Ais G As(s)E(n)-Blue(s). Dass ein Stiegenhaus auch mitreißend klingen kann und Flaschen im weiten Feld der Percussion viel zu oft unterschätzt werden, zeigt das Move&Groove-Ensemble mit seiner Let‘s STOMP-Performance rund um das Jugendzentrum. Aus der Aula entweichender Kaffeeduft lockt die Gäste noch einmal zum Eingangsbereich der Bildungseinrichtung zurück, wo eine Reise in die Renaissancezeit inklusive Tanzvorführung geboten wird (P. Philips: Aria del Gran Duca & La Volta). Ein fulminantes Finale bieten abschließend 46 Musiker*innen im hauseigenen Festsaal mit einer beeindruckenden Soundkulisse aus Orchester und Metalband (A. Igudesman: Salsa de la luna & Morrison‘s Jig bzw. Avenged Sevenfold: Unholy Confessions).

Die Idee dieses fächerübergreifenden Musikschulprojektes liegt auf der Hand: der neue Floridsdorfer Bildungsstandort soll durch bunt zusammengewürfelte Ensembles der ansässigen Musikschule als Gesamtes zum Klingen gebracht werden. Tenorhorn stößt auf Cello. Drum-Set trifft Viola. Holz swingt mit Blech und Tasten jagen Saiten. An diesem Tag bleibt wohl die Vielfalt & Musizierfreude aller Beteiligten in Erinnerung!

Dank eines rasenden Reporters konnten Empfindlichkeiten und Gefühle der Anwesenden noch im Moment eingefangen werden. Großen Gefallen fand die schon erwähnte musikalische Vielfalt und die ungewöhnlichen Instrumenten-Kombinationen. Mehrmals wurde die sichtbare Freude aller Musizierenden betont. Viele fanden die originellen Beiträge wie z.B. Flaschen-Percussion und Stiegenhausmusik, als besonders. In Erinnerung werden wohl die zahlreichen Anwesenden und das gemeinsame Erkunden des Hauses bleiben.

Das Haus voll Musik hat anscheinend „eine Verbindung zwischen den Menschen geschaffen“.

Fact-Box
1    rasender Reporter
2,5 Stunden Gesamtdauer
3    bespielte Etagen
4    Foto/Film-Beauftragte
5    Liter Kaffee
8    Bühnen
12  Beiträge
18  Proben
19  Grad Sonnenschein
23  involvierte Kolleg*innen
25  unterschiedliche Instrumente
77  Gummibärli-Packungen
78  Notenständer
100 belegte Brötchen
187 Musizierende
544 gewanderte Meter


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